Zukunftsweisende Projekte für die Rasse

Im Rahmen der Projekte zur regionalen Entwicklung (PRE) wurden kürzlich zwei Projekte beim BLW eingereicht. Für die Vorstudie "Erhaltung der autochthonen Walliser Rassen durch Aufwertung ihres Potenzials" wurde ein Studienauftrag an Agridea vergeben. Dazu fanden zahlreiche Feldstudien statt, die durch praktische Workshops aufgelockert wurden. Die Eringerrasse ist das Zugpferd des Projekts, aber auch die Kleinwiederkäuer wurden bei dem Ansatz nicht vergessen. Die Hauptachsen des PRE für autochthone Rassen sind die folgenden:
Erstellen von Referenzwerten, um die Selektion auf Milch- und Fleischproduktion zu fördern.

  • Verbesserung der Umweltbedingungen für eine Steigerung der Milchproduktion.
  • Schaffung einer Infrastruktur für die Kälbermast und einer entsprechenden Wertschöpfungskette.
  • Verbesserung des Label Managements.
  • Produktionskosten in den Griff bekommen, um die Rentabilität der Betriebe zu verbessern.
  • Entwicklung von Eringer-Spezialitäten.
  • Die Professionalisierung der Züchter fördern.
  • Empfang der Öffentlichkeit in Zusammenarbeit mit der Tourismusförderung und den Tourismusbüros
  • Sensibilisierung der Bevölkerung und der breiten Öffentlichkeit für die autochthonen Rassen.
  • Autochthone Rassen mit einem oder mehreren symbolträchtigen Orten verbinden.
  • Entwicklung einer Identität und Identifikation mit autochthonen Rassen.
  • Verarbeiter, Geschäfte und Restaurants für die Produktewerbung miteinbeziehen.
  • Erstellung eines QR-Codes, der die Rückverfolgbarkeit aller Produkte ermöglicht, die mit autochthonen Rassen in Verbindung stehen.

Eine zweite Vorstudie wurde im Rahmen des PRE Sion mit einem Teilprojekt eingereicht, das den Bau einer Arena in der Gemeinde Sion betraf.

  • Das Arena-Projekt wurde gemeinsam mit der Société des encaveurs de Sion und dem Planungsbüro "SEREC" aufgestellt.
  • Eine Arena mit einer Kapazität von 6000 überdachten Sitzplätzen mit einem Restaurant, einem Museum für autochthone Rassen sowie einem Gebäude für das Anbinden von 200 Tieren sind in Planung.
  • Derzeit befindet sich das vom Kanton und der Gemeinde Sion unterstützte Projekt im Rahmen des PRE Sion beim BLW zur Validierung und Genehmigung.
  • Die Antwort der Armee "Arma suisse" bezüglich der Grundstücke sollte demnächst bekannt gegeben werden.

Neben diesen beiden grossen Dossiers befinden sich auch zwei Projektvorschläge in der Vernehmlassung beim BLW:

  • Das eine, im Rahmen der Forschung über tiergenetische Ressourcen, wurde von der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (HAFL) eingereicht, um einen Zuchtwertschätzung (ZWSch) Fleisch und einen ZWSch für den Ringkuhkampf einzuführen.
  • Das andere wurde im Rahmen von Projekten im Zusammenhang mit der Erhaltung autochthoner Rassen vom SEZV in Zusammenarbeit mit Qualitas, der Universität Bern und dem HAFL eingereicht, um die SNP-Analyseverfahren bei der Rasse allgemein einzuführen und die Einführung dieser neuen Technik zu finanzieren.

Nachdem sich der Vorstand an mehreren Fronten intensiv für die Lancierung und Unterstützung von Projekten zur Förderung und Erhaltung der Rasse eingesetzt hat, wartet er nun also ungeduldig auf die Stellungnahmen des BLW. Positive Antworten wären nur ein Schritt auf den Baustellen, die zeit- und energieintensiv sein werden, um sie abzuschließen. Dazu wird der Vorstand auch auf die Unterstützung der Züchter in ihrem Kompetenzbereich angewiesen sein. Trotz der erheblichen finanziellen Unterstützung durch den Bund muss der SEZV zusätzliche Finanzierungsquellen erschließen, um die Projektbudgets abzuschließen.

Das Komitee